Die Geschichte der Plastikkarte
Die Geschichte der Plastikkarte
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FrĂŒhe VorlĂ€ufer
Durchbruch
Der Durchbruch
Heute & Morgen
Karten heute
Gliederung
- Einleitung â Warum Karten ĂŒberhaupt?
-
FrĂŒhe VorlĂ€ufer â Metall, PrĂ€gung, Pappe
- MĂŒnzen und PlĂ€ttchen aus dem Kaufhaus
- Die Charga-Plate â Erkennungsmarke fĂŒr Stammkunden
- 1950: Der Diners Club und die Pappkarte
-
Der Durchbruch â PVC macht die Karte möglich
- Ein Zufallsfund im Sonnenlicht
- Waldo Semon macht PVC biegsam
- Von Pappe zu Plastik
-
Technik-Meilensteine â Format, Streifen, Chip
- Ein Format fĂŒr die ganze Welt
- Der Magnetstreifen und das BĂŒgeleisen
- Die Chipkarte â eine deutsche Erfindung
-
Karten erobern den Alltag
- Von der Rabattmarke zur Kundenkarte
- Mitgliedskarten, Ausweise, Zutritt
- Die Hotelkarte â ein Norweger rĂ€umt den SchlĂŒssel ab
-
Materialien heute â PVC bekommt Gesellschaft
- PVC â der bewĂ€hrte Standard
- Holz, Carbon und Metall
- Nachhaltigkeit und bewusster Einsatz
-
Fazit â Die Karte heute und morgen
- RĂŒckblick
- Die Karte im Hier und Jetzt
- Was kommt als NĂ€chstes?
- FAQ rund um die Plastikkarte
Einleitung â Warum Karten ĂŒberhaupt?
Zieh mal dein Portemonnaie raus und zĂ€hl durch: Kundenkarte vom LieblingscafĂ©, Mitgliedskarte fĂŒrs Fitnessstudio, Zimmerkarte vom letzten Hotel, dazu ein Keytag am SchlĂŒsselbund. Die Plastikkarte ist so selbstverstĂ€ndlich geworden, dass niemand mehr fragt, wo sie eigentlich herkommt.
Dabei steckt hinter dem 85,6 Millimeter kleinen Rechteck eine ziemlich wilde Geschichte: ein Chemiker, der aus Versehen einen weiĂen Feststoff im Sonnenlicht zĂŒchtet. Ein GeschĂ€ftsmann, der angeblich sein Portemonnaie vergisst. Eine Ehefrau mit BĂŒgeleisen. Und zwei deutsche Ingenieure, deren Patent heute in Milliarden Karten steckt.
Wir nehmen dich mit auf die Reise vom geprĂ€gten Messing-PlĂ€ttchen bis zur lasergravierten Metallkarte â und zeigen dir, warum die Karte nach ĂŒber 75 Jahren immer noch der stĂ€rkste Marken-Botschafter im Portemonnaie ist. Karte zeigen! đ
FrĂŒhe VorlĂ€ufer â Metall, PrĂ€gung, Pappe
2.1 MĂŒnzen und PlĂ€ttchen aus dem Kaufhaus
Die Idee, Stammkunden ein Erkennungszeichen in die Hand zu drĂŒcken, ist Ă€lter als jedes Plastik. Schon Ende des 19. Jahrhunderts gaben amerikanische KaufhĂ€user sogenannte Charge Coins aus: kleine MetallmĂŒnzen mit Kundennummer und Firmenlogo. Wer so ein Ding vorzeigte, durfte anschreiben lassen â der Name des Kunden stand im Hauptbuch, die MĂŒnze war der Beweis.
Das Prinzip dahinter kennst du: Eine Karte (oder eben MĂŒnze) verbindet einen Menschen mit einem Unternehmen. Genau dieser Job hat sich in 130 Jahren nicht geĂ€ndert â nur das Material.
2.2 Die Charga-Plate â Erkennungsmarke fĂŒr Stammkunden
Ab 1928 wurde es systematisch: Die Charga-Plate, ein geprĂ€gtes BlechplĂ€ttchen im Format einer Erkennungsmarke, verbreitete sich von den 1930ern bis in die spĂ€ten 1950er in US-KaufhĂ€usern. Name und Adresse des Kunden waren erhaben eingeprĂ€gt; an der Kasse wurde das PlĂ€ttchen in einen Abdruck-Apparat gelegt und die Daten ĂŒber ein Farbband auf den Kaufbeleg gepresst. Kein Computer, keine Datenbank â reine Mechanik.
Kurioses Detail: Viele HÀndler bewahrten die PlÀttchen gar nicht beim Kunden auf, sondern im eigenen Laden. Die VerkÀuferin zog die Platte aus der Kartei, wenn der Stammkunde reinkam. Kundenbindung im Wortsinn.
2.3 1950: Der Diners Club und die Pappkarte
Im Februar 1950 grĂŒndeten der GeschĂ€ftsmann Frank McNamara und der Anwalt Ralph Schneider in New York den Diners Club â die erste unternehmensĂŒbergreifende Zahlungskarte der Welt. Mitglieder konnten damit zunĂ€chst in 27 New Yorker Restaurants anschreiben lassen und bekamen am Monatsende eine Sammelrechnung. Das VerrĂŒckte aus heutiger Sicht: Diese revolutionĂ€re Karte war aus Pappe. Bedruckter Karton, mehr nicht.
Anekdote: Das "First Supper"
Die offizielle GrĂŒndungslegende geht so: McNamara vergisst 1949 beim GeschĂ€ftsessen sein Portemonnaie, seine Frau muss die Rechnung retten â und aus der Peinlichkeit wird die GeschĂ€ftsidee. Klingt groĂartig, ist aber nach Aussage seines eigenen PR-Manns Matty Simmons vor allem eins: groĂartiges Marketing. Simmons schrieb spĂ€ter, man habe die Entstehungsgeschichte "ein wenig glamouröser vermarktet". Der Geistesblitz kam wohl schnöde am Schreibtisch. Merke: Gutes Storytelling verkauft â damals wie heute.
Der Erfolg gab den GrĂŒndern recht: Schon im ersten Jahr wuchs der Club auf zehntausende Mitglieder, 1952 sorgte der Einstieg des Kaufhaus-Erben Alfred Bloomingdale fĂŒr den Durchbruch. Nur das Material â die Pappe â schrie nach einem Upgrade. Und das lag in einem deutschen Chemielabor schon seit Jahrzehnten bereit.
Der Durchbruch â PVC macht die Karte möglich
3.1 Ein Zufallsfund im Sonnenlicht
Das Material, aus dem heute die meisten Karten bestehen, wurde nicht erfunden â es ist passiert. 1872 beobachtete der deutsche Chemiker Eugen Baumann in TĂŒbingen, dass sich Vinylchlorid unter Sonnenlicht in einen weiĂen Feststoff verwandelt: Polyvinylchlorid, kurz PVC. Schon 1835 hatte der Franzose Henri Victor Regnault Ăhnliches beschrieben. Das Problem: Der Stoff war hart, spröde und mit damaligen Mitteln nicht zu verarbeiten. Also wanderte die Entdeckung erstmal ins Regal der KuriositĂ€ten.
1913 versuchte es der deutsche Chemiker Fritz Klatte bei der Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron erneut und lieĂ sich ein Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid patentieren. Ein marktreifes Produkt kam trotzdem nicht dabei heraus â die Firma gab die Patente 1926 auf. Deutschland hatte das Material entdeckt, wusste aber nichts damit anzufangen. Autsch.
3.2 Waldo Semon macht PVC biegsam
Ausgerechnet 1926, im Jahr der aufgegebenen Patente, gelang in den USA der Durchbruch: Waldo Semon, Chemiker bei B.F. Goodrich, mischte dem spröden PVC Weichmacher bei â und plötzlich war das "wertlose" Material flexibel, wasserfest und formbar. Semon selbst erinnerte sich spĂ€ter, die Leute hĂ€tten PVC damals schlicht in den MĂŒll geworfen. Ab 1935 lief auch in Deutschland die industrielle PVC-Produktion an.
Damit war der Werkstoff geboren, der spĂ€ter Kabel isolieren, Böden belegen, Schallplatten pressen â und irgendwann als Karte in jedem Portemonnaie stecken sollte. Haltbar wie ein Drachenpanzer, bedruckbar wie Papier: die perfekte Mischung.
3.3 Von Pappe zu Plastik
Ende der 1950er trafen Material und Idee endlich aufeinander. 1958 verschickte die Bank of America beim legendĂ€ren "Fresno Drop" unaufgefordert 65.000 Plastikkarten an Haushalte in Fresno, Kalifornien. 1959 stellte American Express auf Plastik um, der Diners Club folgte in den 1960ern. Die PrĂ€gung â das erhabene Relief mit Name und Nummer â ĂŒbernahm die neue Plastikkarte direkt von der alten Charga-Plate: Karte in den Abdruck-Apparat, Hebel rĂŒber, "ratsch-ratsch", fertig war der Beleg.
Ab jetzt ging alles schnell. Die Karte war gĂŒnstig in der Herstellung, robust im Alltag und â entscheidend fĂŒr alles, was danach kam â vollflĂ€chig bedruckbar. Aus dem Zahlungsinstrument wurde eine WerbeflĂ€che im Taschenformat.
Technik-Meilensteine â Format, Streifen, Chip
4.1 Ein Format fĂŒr die ganze Welt
Dass deine Kundenkarte, dein FĂŒhrerschein und deine Hotelkarte alle exakt gleich groĂ sind, ist kein Zufall, sondern Norm: ISO/IEC 7810 legt das Format ID-1 â in der Branche meist CR80 genannt â auf 85,60 Ă 53,98 mm bei 0,76 mm Dicke fest, mit abgerundeten Ecken von rund 3,2 mm Radius. Erstmals international normiert wurde das Format 1985; die krummen MaĂe verraten die Herkunft aus dem Zoll-System.
Diese Standardisierung ist der heimliche Superheld der Kartengeschichte: Ein Format passt in jedes Portemonnaie, jeden Kartenhalter, jeden Drucker und jedes LesegerĂ€t der Welt. Mehr ĂŒber MaĂe und Materialien findest du auf unserer Seite zu Kartenformaten.
4.2 Der Magnetstreifen und das BĂŒgeleisen
1969 tĂŒftelte der IBM-Ingenieur Forrest Parry daran, ein StĂŒck Magnetband auf eine Plastikkarte zu bringen â ursprĂŒnglich fĂŒr Sicherheitsausweise im US-Regierungsauftrag. Jeder Klebstoff versagte: Das Band wellte sich oder verlor seine Funktion. Frustriert kam Parry nach Hause, wo seine Frau Dorothea gerade WĂ€sche bĂŒgelte. Ihr Vorschlag: das Band einfach aufbĂŒgeln. Er probierte es â und es funktionierte. Der Magnetstreifen war geboren, und mit ihm die maschinenlesbare Karte.
4.3 Die Chipkarte â eine deutsche Erfindung
Fast zeitgleich dachten zwei deutsche Ingenieure noch einen Schritt weiter. Helmut Gröttrup und JĂŒrgen Dethloff meldeten 1968 in Ăsterreich und 1969 in Deutschland ein Patent fĂŒr einen "Identifizierungsschalter" an â eine Plastikkarte mit integriertem Schaltkreis, deren Daten sich nicht einfach kopieren lassen. Erteilt wurde das deutsche Patent erst 1982, doch die Grundidee steckt bis heute in jeder Chipkarte. Der Franzose Roland Moreno ergĂ€nzte ab 1974 mit seinen Patenten unter anderem die Absicherung per PIN, Dethloff meldete 1977 die Mikroprozessorkarte an.
Den ersten Massenauftritt hatte der Kartenchip ĂŒbrigens nicht beim Bezahlen, sondern beim Telefonieren: 1984 fĂŒhrte Frankreich die TĂ©lĂ©carte fĂŒr öffentliche Telefonzellen ein â Millionen Menschen hielten damit zum ersten Mal eine Chipkarte in der Hand. Die Chipkarte gilt heute als eine der wichtigsten deutschen Erfindungen. Ganz ohne Monster-Ăbertreibung: Da sind wir als deutsches Kartenmonster ein bisschen stolz. đŠŸ
Karten erobern den Alltag
5.1 Von der Rabattmarke zur Kundenkarte
Kundenbindung gab es lange vor der Plastikkarte â nur eben zum Kleben: 1896 brachte das US-Unternehmen Sperry & Hutchinson die berĂŒhmten "Green Stamps" heraus, 1901 tauchten die ersten Rabattmarken in Hannover auf. Generationen von Kunden klebten MĂ€rkchen in Sammelhefte und lösten sie gegen PrĂ€mien ein.
In Deutschland bremste ausgerechnet ein Gesetz die Entwicklung: Das Rabattgesetz von 1933 deckelte BarzahlungsnachlĂ€sse auf magere 3 Prozent â kreative Bonusprogramme? Verboten. Erst mit der Abschaffung des Gesetzes im Juli 2001 war der Weg frei, und die Kundenkarte aus Plastik trat ihren Siegeszug durch den deutschen Handel an. Programme wie Payback (gestartet 2000) machten die Karte zum Alltagsbegleiter.
Heute ist die bedruckte Kundenkarte das direkte Enkelkind der Rabattmarke â nur ohne Kleberei, dafĂŒr mit deinem Logo im Portemonnaie deiner Kunden. Bei jedem Ăffnen der Geldbörse: Markenkontakt. Kein anderes Werbemittel schafft das so beilĂ€ufig.
5.2 Mitgliedskarten, Ausweise, Zutritt
Parallel eroberte die Karte alles, was mit Zugehörigkeit zu tun hat: Vereine und Clubs ersetzten Papier-MitgliedsbĂŒcher durch Mitgliedskarten, Unternehmen fĂŒhrten Mitarbeiterausweise ein, Fitnessstudios machten die Karte zur Eintrittskarte. Auch Gutschein- und Geschenkkarten lösten den Papiergutschein ab â wertiger in der Hand, langlebiger in der Schublade und deutlich schwerer zu verknittern.
Und weil nicht jede Karte ins Portemonnaie will, wanderte sie auch an den SchlĂŒsselbund: Keytags â kleine Karten mit Lochung â bringen Kundennummer und Logo dahin, wo sie tĂ€glich in der Hand liegen.
5.3 Die Hotelkarte â ein Norweger rĂ€umt den SchlĂŒssel ab
Eine eigene Erfolgsgeschichte schrieb die Karte im Hotel. 1975 entwickelte der norwegische Ingenieur Tor SĂžrnes das VingCard-System: eine Plastikkarte mit Lochmuster, die 32 Lochpositionen und damit rund 4,2 Milliarden Kombinationen bot â und deren Schlösser sich fĂŒr jeden neuen Gast umcodieren lieĂen. 1978 wurde das System im Peachtree Plaza in Atlanta installiert, damals das höchste Hotel der Welt. SpĂ€ter kamen Magnetstreifen- und Funkkarten dazu. Der schwere ZimmerschlĂŒssel mit Messing-AnhĂ€nger? Museumsreif.
Materialien heute â PVC bekommt Gesellschaft
6.1 PVC â der bewĂ€hrte Standard
Auch 100 Jahre nach Semons Weichmacher-Trick ist PVC das Standardmaterial fĂŒr Karten â aus gutem Grund: Es ist robust, kratzfest, formstabil, brillant bedruckbar und gĂŒnstig in der Herstellung. Eine PVC-Karte mit Logo ĂŒbersteht Jahre im Portemonnaie, ohne dass die Farben schlappmachen. Veredelungen wie UV-Lack setzen zusĂ€tzlich Glanzpunkte â wortwörtlich.
6.2 Holz, Carbon und Metall
Die spannendste Entwicklung der letzten Jahre: Die Karte emanzipiert sich vom Plastik. Wer auffallen will, greift zu anderen Materialien:
- Holzkarten: Warme Haptik, sichtbare Maserung, natĂŒrlicher Look â jede Karte ein Unikat. Perfekt fĂŒr Marken mit Naturbezug.
- Carbon-Karten: Das Material aus Motorsport und Luftfahrt â leicht, steif, mit unverwechselbarer Gewebe-Optik. FĂŒr Technik-Marken ein Statement.
- Metallkarten mit Lasergravur: SpĂŒrbares Gewicht, das sofort Wertigkeit signalisiert. Statt Druck ĂŒbernimmt hier unser Lasermonster: Die Gravur brennt dein Logo dauerhaft ins Metall â abriebfest fĂŒr die Ewigkeit.
Welche Veredelung zu welchem Material passt â von der Lochung bis zum UV-Lack â zeigt dir unsere Ăbersicht zur Personalisierung.
6.3 Nachhaltigkeit und bewusster Einsatz
Klar ist: Eine Karte ist ein langlebiges Produkt, kein Wegwerfartikel â genau darin liegt ihre StĂ€rke gegenĂŒber Flyer und Papiergutschein, die nach Sekunden im Papierkorb landen. Wer nachhaltiger denken will, setzt auf langlebige Materialien, bestellt bedarfsgerecht statt auf Halde und wĂ€hlt Kartentypen, die lange im Umlauf bleiben. Eine Kundenkarte, die fĂŒnf Jahre im Portemonnaie wohnt, ist gelebte Ressourceneffizienz â und nebenbei fĂŒnf Jahre Dauerwerbung.
Fazit â Die Karte heute und morgen
7.1 RĂŒckblick
Vom Messing-PlĂ€ttchen im Kaufhaus ĂŒber die Pappkarte des Diners Club bis zur lasergravierten Metallkarte: In gut 130 Jahren hat sich das Material komplett gewandelt â die Idee dahinter kein bisschen. Eine Karte verbindet einen Menschen mit einer Marke. Punkt.
7.2 Die Karte im Hier und Jetzt
Totgesagt wurde die physische Karte oft â verschwunden ist sie nie. Im Gegenteil: Gerade weil so vieles digital flimmert, wirkt das greifbare StĂŒck Marke in der Hand stĂ€rker denn je. Eine Karte kann man verschenken, ĂŒberreichen, sammeln und behalten. Versuch das mal mit einer App.
7.3 Was kommt als NĂ€chstes?
Die Zukunft der Karte ist hybrid: digital, wo es praktisch ist â physisch, wo es zĂ€hlt. Materialvielfalt von Holz bis Metall, Veredelungen wie Lasergravur und UV-Lack und die Rolle als hochwertiges Marken-Erlebnis machen die Karte vom Massenprodukt zum Design-Objekt. Die nĂ€chsten Kapitel der Kartengeschichte schreiben Marken, die verstanden haben: Das Portemonnaie ihrer Kunden ist die beste WerbeflĂ€che der Welt.
Falls dich die Reise inspiriert hat â mehr Karten-Wissen, Druck-Tipps und Branding-Ideen findest du in unserem Magazin. Kartige GrĂŒĂe aus der Monsterhöhle. Möh! đ
HĂ€ufige Fragen zur Plastikkarte
Wer hat die Plastikkarte erfunden?
Einen einzelnen Erfinder gibt es nicht. Das Material PVC entstand 1872 als Zufallsfund des deutschen Chemikers Eugen Baumann und wurde 1926 durch Waldo Semon (B.F. Goodrich) verarbeitbar gemacht. Die erste unternehmensĂŒbergreifende Karte brachte 1950 der Diners Club heraus â allerdings noch aus Pappe. Plastikkarten im heutigen Sinn gibt es seit 1958/59.
Seit wann gibt es Plastikkarten?
Ab 1958 verschickte die Bank of America die ersten Plastikkarten in groĂem Stil ("Fresno Drop"), 1959 stellte American Express auf Plastik um. In den 1960ern zog der Diners Club nach â und spĂ€testens ab da war die Pappkarte Geschichte.
Warum sind alle Karten gleich groĂ?
Dahinter steckt die Norm ISO/IEC 7810: Das Format ID-1 â auch CR80 genannt â misst 85,60 Ă 53,98 mm bei 0,76 mm Dicke und wurde 1985 erstmals international festgeschrieben. So passt jede Karte in jedes Portemonnaie, jeden Halter und jedes LesegerĂ€t. Alle Details findest du auf unserer Seite zu Kartenformaten.
Was kam zuerst â Magnetstreifen oder Chip?
Praktisch gleichzeitig erfunden, zeitversetzt durchgesetzt: Das Chipkarten-Patent meldeten die deutschen Ingenieure Gröttrup und Dethloff 1968/69 an, den Magnetstreifen brachte IBM-Ingenieur Forrest Parry 1969 auf die Karte â mit dem BĂŒgeleisen seiner Frau. Im Alltag setzte sich zuerst der gĂŒnstigere Magnetstreifen durch; der Chip startete 1984 mit der französischen Telefonkarte in den Massenmarkt.
Woraus bestehen Karten heute?
Der Standard ist nach wie vor PVC â robust, kratzfest, brillant bedruckbar. Wer aus der Masse stechen will, greift zu Holz, Carbon oder Metall mit Lasergravur. Welches Material zu deiner Marke passt, hĂ€ngt von Einsatzzweck, Zielgruppe und gewĂŒnschter Wertigkeit ab.
Kann ich Karten mit eigenem Logo bedrucken lassen?
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